AC Biogas erwirbt BGA Bergheim von Windwärts

05.03.2014

Die AC Biogas GmbH hat zum 22. Januar 2014 die von der Windwärts Energie GmbH entwickelte und betriebene Biogasanlage in Bergheim übernommen.

Die AC Biogas GmbH hat zum 22. Januar 2014 die von der Windwärts Energie GmbH entwickelte und betriebene Biogasanlage in Bergheim übernommen. In einer bis Ende März andauernden Übergangsphase werden jetzt die laufenden Geschäfte an die neuen Eigentümer von AC Biogas übertragen. Mit einem Portfolio von ca. 100 Standorten und einer elektrischen Anschlussleistung von insgesamt rund 103 Megawatt gilt agri.capital bereits heute als größter Energieerzeuger auf Biogasbasis in Europa.  

Die Biogasanlage Bergheim erzeugt in zwei Fermentern ca. 2.850.000 Normkubikmeter Biogas, aus dem in dem zur Anlage gehörenden BHKW mit einer Nennleistung von 800 Kilowatt Strom auf der Basis nachwachsender Rohstoffe erzeugt wird. Bei einer Jahresstromproduktion von rund sieben Millionen Kilowattstunden können dadurch rein rechnerisch etwa 2.300 Haushalte mit Strom versorgt werden.  

Die langfristige Rohstoffversorgung der Anlage wird durch eine Fortführung der bisherigen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Landwirten gewährleistet. Diese liefern die benötigten Mengen an Maissilage. Mittelfristig wird der Inputstoffmix weiter optimiert.

„Ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie ist die Diversifizierung des Rohstoffeinsatzes. So führt agri.capital die Einsatzquote von Maissilage kontinuierlich zurück. Ziel ist eine Reduzierung um 50 Prozent bis 2016. Dafür setzt das Unternehmen zunehmend alternative Rohstoffe wie Hirse, Grassilage, GPS oder auch tierische Abfallprodukte ein“, erklärt Otto Eichhorn, Geschäftsführer der AC Biogas GmbH. „Hier sehen wir uns in der Umsetzung als einer der Vorreiter innerhalb der Branche. Denn wir haben frühzeitig erkannt, dass eine ausschließlich auf Mais basierte Energieerzeugung ökologisch und gesellschaftspolitisch nicht tragfähig ist .“ Ziel von AC Biogas ist es, landwirtschaftliche Rest- und Rohstoffe in einem vernünftigen Verhältnis einzusetzen, um Anbau- und Flächenkonkurrenzen entgegenzuwirken.  

„Wir investieren in technologische Innovationen entlang der gesamten Biogas-Wertschöpfungskette. Durch stetige Effizienzsteigerungen in Verbindung mit dem von uns aufgebauten Know-How in der Biogaserzeugung stellen wir einen nachhaltig wirtschaftlichen Betrieb unserer Anlagen sicher“, erläutert Dr. Anton Daubner, CEO der agri.capital Holding.

Den jetzt vorliegenden Referentenentwurf zur Novellierung des EEG hat AC Biogas allerdings mit Besorgnis zur Kenntnis genommen. Energiepflanzen müssen zumindest in den nächsten Jahren weiterhin für die Erzeugung von Biogas/Biomethan zur Verfügung stehen. Dabei müssen regionale Aspekte und insbesondere ein nachhaltiger Ackerbau Berücksichtigung finden.

„AC Biogas hat in den vergangenen Jahren in den Ausbau des Biogasmarktes investiert und bundesweit ca. 300 Arbeitsplätze geschaffen. Mit einem abrupten Eingriff in das jetzige Fördersystem wird die Schaffung weiterer Arbeitsplätze erschwert sowie die Innovationsfähigkeit der Zulieferer unwiderruflich zerstört. Der Verlust des Kostensenkungspotenzials für Biogas und der internationalen Vorreiterrolle wäre zudem mit einem Arbeitsplatzverlust im Anlagenbau verbunden“, warnt Daubner

Pressekontakt

Jörg Nolte
Pressesprecher
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