FAQ

Häufig gestellte Fragen

Sie haben Fragen rund um das Thema Biogas? Auf dieser Seite haben wir einige der am häufigsten gestellten Fragen für Sie zusammengestellt. Sollten Sie eine Antwort auf eine Ihrer Fragen vermissen, so nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Was ist Biogas?

Biogas ist ein brennbares Gasgemisch mit dem Hauptbestandteil Methan. Es entsteht durch den natürlichen Vergärungsprozess von organischem Material in Biogasanlagen. Durch seine Zusammensetzung eignet sich Biogas hervorragend zur Energieerzeugung.

Wie funktioniert eine Biogasanlage?

In einer Biogasanlage wird organisches Material in so genannten Fermentern vergoren. In diesem natürlichen Prozess wird die Biomasse von Bakterien zersetzt, wodurch das Biogas entsteht. Dasselbe Prinzip läuft in einem Rindermagen ab. Nach anschließender Reinigung und Trocknung eignet sich das Biogas in dieser Form als Energieträger. In der Regel wird das Biogas vor Ort über einen Verbrennungsmotor (Blockheizkraftwerk) in Strom und Wärme umgewandelt.

Wie trägt Biogas zum Klimaschutz bei?

Die Nutzung von Biogas zur Energieerzeugung erfolgt CO2-neutral. Bei der Verbrennung von Biogas wird nur soviel CO2 freigesetzt, wie die eingesetzten Pflanzen während ihres Wachstums aus der Umwelt aufgenommen haben. Daher zählt Biogas zu den klimafreundlichsten Energieträgern. Die Substitution fossiler Energieträger durch Biogas trägt daher direkt zum Klimaschutz bei. Jede durch Biogas erzeugte Kilowattstunde Strom verringert den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 um ca. 580 Gramm (Quelle: LfL + TU München). Eine durchschnittliche Biogasanlage mit einer elektrischen Kapazität von 500 Kilowatt reduziert somit die CO2-Emissionen in Höhe von rund 2.300 Tonnen pro Jahr.

Welche Vorteile hat Biogas gegenüber anderen regenerativen Energieträgern?

Eine Biogasanlage kann kontinuierlich Energie erzeugen und ist dadurch im Gegensatz zur Wind- und Solarenergie grundlastfähig. Hinzu kommt die Transport- und Lagerfähigkeit von Biogas in Form von eingespeistem Biomethan. Somit kann Biogas zeitlich und räumlich unabhängig von seiner Erzeugung bedarfsgerecht genutzt werden.

Fehlt durch den Anbau von Energiepflanzen Fläche für Nahrungsmittel?

Die meisten Energiepflanzen sind gleichzeitig Nahrungs- und Futtermittelpflanzen: Raps, Weizen oder Mais können nach der Ernte sowohl der Viehfütterung dienen, direkt als Rohstoff in die Nahrungsmittelproduktion fließen oder aber für Strom, Wärme und Biokraftstoffe genutzt werden. Die deutsche Landwirtschaft produziert ein Überangebot von Nahrungs- und Futtermitteln. Auch nach Abzug der Exporte verbleiben Überschüsse. Um die Preise nicht weiter fallen zu lassen, wurden in den 1990er Jahren europaweit Ackerflächen zwangsweise stillgelegt. Auf diesen ehemaligen Stilllegungsflächen wachsen nun vielerorts Pflanzen, die für Bioenergie genutzt werden und so die Agrarpreise stabilisieren.

Vermaisung der Landschaft?

In Deutschland werden Ackerflächen von insgesamt rund zwölf Millionen Hektar bewirtschaftet. Die Anbauflächen für Biogasmais lagen in 2011 bei etwa 800.000 Hektar (Quelle: FNR). Das macht einen Anteil von ca. 6,7 Prozent an der gesamten Anbaufläche aus. Angesichts dieser Zahl kann man nicht von einer Vermaisung der Landschaft sprechen, zumindest nicht in Bezug auf die Biogaserzeugung. Selbst in Landkreisen mit einer hohen Dichte an Biogasanlagen liegt die Maisquote (Mais insgesamt) in der Regel bei unter 25 Prozent. Problematisch ist die Wahrnehmung von Mais in der Bevölkerung. Durch die Wuchshöhe von Mais, die in Deutschland im Mittel zwischen 1,70 und 2,50 Metern liegt, drängt sich der Eindruck auf, Mais sei die vorherrschende Anbaufrucht. Die Anbauzahlen widerlegen dies eindeutig.

Verursacht eine Biogasanlage eine Geruchsbelästigung?

Eine Biogasanlage führt in der Gesamtbetrachtung immer zu einer Geruchsreduzierung, weil die geruchsintensiven Stoffe des organischen Materials in der Biogasanlage weitgehend abgebaut werden. Lokal gesehen, das heißt auf der Biogasanlage selbst kommt es zu einer geringfügigen Geruchsbildung, die aber außerhalb des Betriebsgeländes meist nicht mehr wahrnehmbar ist.

Wie viel Lärm erzeugt eine Biogasanlage?

Für die mögliche Lärmentwicklung durch eine Biogasanlage gibt es sehr strenge gesetzliche Vorgaben. Daher sind alle Anlagenteile der Biogasanlage, die erheblichen Lärm verursachen können, in schalldichten Räumen untergebracht. In mehr als 200 Meter Entfernung hört man von der Biogasanlage selbst nichts mehr.

Führt eine Biogasanlage zu einem gesteigerten Verkehrsaufkommen?

Durch die Biogasanlage wird in der Regel nur wenig zusätzlicher Verkehr erzeugt. Der größte Teil der Fahrbewegungen durch landwirtschaftlichen Verkehr findet auch ohne die Biogasanlage statt. Unter Umständen wird jedoch Verkehr verlagert und nimmt am Standort der Biogasanlage mäßig zu. Besonders während der Erntezeit für Mais kann man ein verstärktes Verkehrsaufkommen beobachten, dies bewegt sich jedoch in einem zeitlich überschaubaren Rahmen von ca. zwei bis drei Wochen pro Jahr.

Verändert eine Biogasanlage das Landschaftsbild?

Sowohl im Hinblick auf die baulichen Anlagen als auch auf ihre räumliche Ausdehnung (ca. 100 mal 80 Meter) ist eine Biogasanlage vergleichbar mit einer landwirtschaftlichen Nebenanlage. Mit den harmonisch runden Formen der Fermenter (keine Hochbehälter) und einer an die Landschaft angepassten Farbgebung ist bei einer Biogasanlage eine unauffällige Eingliederung in die Agrarlandschaft gewährleistet.

Welchen Nutzen hat die Region von einer Biogasanlage?

Die Ansiedlung einer Biogasanlage bringt auf mehreren Wegen zusätzliche Wertschöpfung in die Region: Über die Zeit der Bauphase hinaus profitieren heimische Gewerbebetriebe aus den Bereichen Handwerk und Dienstleistung langfristig von den vor Ort getätigten Investitionen. Auf der Biogasanlage selbst werden neue Arbeitsplätze geschaffen und weitere Arbeitsplätze in ihrem Umfeld gesichert. Die dezentrale Energieerzeugung stärkt die Agrarstruktur der Region und gibt den landwirtschaftlichen Betrieben durch langfristige Rohstofflieferverträge Sicherheit durch ein zweites Standbein. Darüber hinaus erzielt die Gemeinde zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen, die sie für wichtige kommunale Projekte verwenden kann.

Kontakt

AC Biogas GmbH
Hafenweg 15  
48155 Münster
+49 (0)251-27601-100

Broschüre "Biogas kann's"